Gefahrlose Sicherheit

Damit Hacker funktional sichere Softwaresysteme (Safety) nicht von außen manipulieren können, müssen sie entsprechend geschützt werden. Vor dem Hintergrund des Internet der Dinge (IoT) gewinnt die Thematik an Dringlichkeit, denn der zunehmende Vernetzungsgrad von Embedded-Systemen vergrößert die Angriffsfläche auf das Gesamtsystem enorm. So reicht bereits ein Einfallstor, um Zugriff auf das gesamte Netzwerk zu erlangen – auch auf ungeschützte, funktional sichere Systeme. Die gemeinsame Betrachtung von Safety & Security ist effizient und spart in der Entwicklung wertvolle Zeit und Kosten.

Automatisierte Systeme sind allgegenwärtig. Damit von ihnen keine Gefahr für den Menschen ausgeht, müssen sie unterschiedlich strikte Sicherheitsintegritätslevel (SIL) erfüllen. Ausgehend von der IEC61508 leiten sich weitere Normen ab, etwa die EN ISO13849 für die Sicherheit von Maschinen oder die DIN EN ISO50128 für Eisenbahnsteuerungs- und Überwachungssysteme. Durch die enorme Komplexitätssteigerung hinsichtlich der Projekt-, Funktionalitäts- und auch der gesetzlichen Vorgaben realisieren Unternehmen immer mehr Anforderungen der Funktionalen Sicherheit als Softwarelösung. Vereinfacht ausgedrückt führt eine funktional sichere Software im Fehlerfall eine vorab definierte Handlung garantiert aus. Beispiel: Eine automatisch schließende Türe erkennt, dass ein Gegenstand droht eingeklemmt zu werden. Entweder die Türe schließt erst gar nicht oder sie öffnet sich wieder. Diese definierte Handlung ist das Ergebnis einer Risikoanalyse. Die Software selber kann nicht erkennen, ob die Handlung auch logisch sinnvoll und sicher ist – sie garantiert nur die Ausführung. Hier liegt auch das enorme Gefahrenpotenzial, das ein ungeschütztes System in den Händen eines Hackers birgt. So könnte ein Angriff im angeführten Beispiel der Türe dauerhaft vorgaukeln, dass ein Gegenstand den Weg versperrt. Die Türe würde sich dann dauerhaft nicht mehr schließen.

Gefahrlose Sicherheit
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