www.embedded-design.net 11 2016 ()

Internet der Dinge vs.  Internet der Spielzeuge

Das Internet der Dinge ist wohl das am meisten gehypte Konzept seit der Dotcom-Blase. Ist es nur ein neumodischer Name für vernetztes Embedded Computing? Unabhängig von der Definition ist eines klar: Einer IoT-Lösung ohne angemessenes Sicherheitskonzept kann nicht vertraut werden. Sicherheit muss von Anfang an eingebaut sein, damit Unternehmen das nötige Vertrauen schöpfen, dass ihre Daten, Systeme, Maschinen, Produkte und Menschen sicher sind.

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Congatec gründet neue Niederlassung in Frankreich

Congatec hat in Frankreich eine neue Niederlassung mit Büros in Paris und Toulouse gegründet, um seine Sales- und Supportorganisation in Frankreich und den französischsprachigen Regionen von Belgien und der Schweiz zu stärken. Das Ziel der Congatec France SAS ist es, die Marke intensiver als Hersteller zu vermarkten, bei dem man quasi selbstverständlich seine Embedded-Module und SBCs bezieht.

Stromsparender SAR-ADC sorgt für kürzere Prüfzeiten und Produktentwicklungszyklen

Analog Devices kündigt eine neue Generation präziser, nach dem SAR-Prinzip (Successive-Approximation) arbeitender A/D-Wandler (ADCs) an, die eine Kombination aus hoher Leistungsfähigkeit, niedrigem Stromverbrauch, geringem Platzbedarf und einfacher Anwendung bieten. Mit diesen ICs können mobile Prüf- und Messinstrumente im Feld länger eingesetzt werden, während sich die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der Messungen gleichzeitig verbessert.

Stromsparender 32-bit Flash-Mikrocontroller für Wearables

Die Seiko Epson Corporation hat einen neuen 32-bit Flash-Mikrocontroller aus der S1C31 Familie entwickelt, den S1C31D01, einen stromsparenden 32-bit Mikrocontroller mit integriertem Flashspeicher basierend auf dem ARM Cortex-M0+ Prozessor. Der S1C31D01 ist ein Mikrocontroller mit integriertem Memory Display Controller (MDC). Erste Muster des S1C31D01 sind bereits verfügbar. Ab April 2017 ist eine Serienproduktion von 200.000 Bausteinen pro Monat geplant.

Smarte Tram der VGF – Netmodule Router als Herzstück des WLAN

Auf eine erfolgreiche Aufrüstung bestehender Straßenbahnen mit moderner, digitaler Technologie verweisen die VGF (Verkehrsgesellschaft Frankfurt a. Main) und Siemens: Im Zuge einer gezielten Teilmodernisierung wurde ein sogenannter ‚R‘-Wagen, der seit mehr als 20 Jahren in Betrieb ist, mit kostenlosem Passagier-WLAN, Condition Monitoring, Fahrgastinformation, Videoüberwachung und weiteren neuen Features ausgestattet. Der Prototyp wurde am 4. Juli vorgestellt und soll für etwa 1 Jahr im regulären Einsatz stehen, um für eine Flottennachrüstung bzw. spätere Neufahrzeug-Beschaffung erprobt zu werden. So lassen sich die neuen Systeme testen ebenso wie Rückmeldungen der Fahrgäste einholen.

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Mid-Range-Oszilloskope

Um die Herausforderungen beim Design moderner Elektronik besser bewältigen zu können, bieten die neuen Mixed-Signal-Oszilloskope (MSO) der Serie 5 von Tektronix einige Innovationen: Dazu gehören die erste FlexChannel-Technologie der Branche, die vier, sechs oder acht analoge und bis zu 64 digitale Kanäle ermöglicht, eine integrierte Protokoll-Analyse und einen Signalgenerator, ein neues 12Bit-Signalerfassungssystem, ein hochauflösendes kapazitives Touch-Display und eine intuitive Bedienoberfläche mit Direktzugriff. Das gewährleistet einen tiefen Einblick in komplexe Embedded-Systeme.

Embedded Plattform

Der europäische Bildverarbeitungsverband EMVA plant erstmals vom 12. bis 13. Oktober zusammen mit der Messe Stuttgart die Ausrichtung der Embedded Vision Europe (EVE) Conference in Stuttgart. Über die Ziele und Inhalte der Veranstaltung sprachen wir mit Gabriele Jansen, Mitglied im ehrenamtlichen Vorstand der EMVA und Geschäftsführerin von Vision Ventures.Gabriele Jansen: Das Thema Embedded Vision hat ein großes Potenzial für die europäische Industrie: sowohl für die Anbieter von Vision Technologien als auch für die Produktentwickler aus den Kundenbranchen. Die größte Dynamik im Bereich Embedded Vision sehen wir derzeit in Silicon Valley, dort wo die großen Prozessorhersteller ansässig sind. In Europa fehlte bislang noch eine Plattform, die umfassend und kompetent zu den neuen Technologien und teilweise auch neuen Playern der integrierten Bildverarbeitung informiert. Diese Lücke möchten wir mit der neuen Konferenz schließen. Als Verband sehen wir eine unserer vornehmlichen Aufgaben in der Information und Kommunikation relevanter Themen, sowohl in unsere eigene Branche hinein als auch nach außen hin zu den Anwendern. Mit der EVE bieten wir den Anbietern von Produkten und Technologien die Möglichkeit, über aktuelle Entwicklungen und technische Highlights zu informieren und den Anwendern die Chance, sich mit dem sehr hochwertigen Konferenzprogramm einen aktuellen Überblick zu verschaffen. Die begleitende Fachausstellung sowie die Option, sich bereits im Zuge der Registrierung mit anderen Konferenzteilnehmern zu vernetzen und Business Meetings zu vereinbaren, sind eine ideale Plattform um die Konferenzthemen und Geschäftskontakte zu vertiefen.
Jansen: Die EVE informiert über aktuelle Entwicklungen aus allen relevanten Bereichen. Ein Programmpunkt beschäftigt sich mit den Hardware-Plattformen für Embedded Vision: heterogene Systeme bestehend aus CPU, GPU und Mikroprozessoren, FPGAs und dedizierten Vision Prozessoren. Des Weiteren werden neue Möglichkeiten zur Bildakquisition vorgestellt: miniaturisierte Systeme, aber auch 3D-Technologien und Multi-Sensorsysteme. Natürlich liegt ein Schwerpunkt auch auf dem Thema Software. Aktuell ist Deep Learning in aller Munde. Wir beleuchten die Einsatzmöglichkeiten im industriellen Umfeld und vergessen dabei aber auch die bewährten Verfahren nicht. Abgerundet wird das Programm durch Beiträge zum Thema Standardisierung von Schnittstellen und durch erfolgreiche Applikationsbeispiele umgesetzter Produkte.

 „In Europa fehlte bislang noch eine Plattform, die umfassend und kompetent zu den neuen Technologien und teilweise auch neuen Embedded Vision Playern informiert.“Gabriele Jansen, EMVA
Jansen: Die Konferenz richtet sich vornehmlich an Produktmanager und Produktentwickler von Embedded Vision Systemen. Das Spektrum der Vorträge ist ausgerichtet auf die kreativen Köpfe, die Innovatoren und Technologieexperten in den Unternehmen, deren Aufgabe und Mission es ist, Produkten das Sehen beizubringen. Teilnehmer aus Management, Vertrieb und Strategieentwicklung gewinnen in komprimierter Form einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten, welche die integrierte Bildverarbeitung eröffnet. Unsere Konferenzteilnehmer kommen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Industrien: Robotik, Agriculture, Automotive, Fabrikautomation, Security/Surveillance, Logistik und Retail, Medical und Healthcare, und viele mehr. Embedded Vision ist eine Schlüsseltechnologie für eine ganze Generation neuer Produkte aus allen Bereichen.
Jansen: Die VISION ist die Weltleitmesse für Bildverarbeitung und findet im Zweijahres-Turnus in Stuttgart statt. Über 450 Aussteller präsentieren dort über drei Tage das ganze Spektrum der Bildverarbeitung, von der Kernkomponente bis zum schlüsselfertigen System. Die EVE hingegen ist eine Fachkonferenz spezifisch zum Thema Embedded Vision, einem Teilgebiet der Bildverarbeitung, das insbesondere in den letzten zwei bis drei Jahren gehörig an Fahrt aufgenommen hat. Neue Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Prozessoren und der Software, eröffnen neue Möglichkeiten der Produktentwicklung: visuelle Intelligenz wird integrierter Bestandteil einer weit größeren Anzahl an Produkten, als dies bis gestern noch möglich war. Welche Möglichkeiten es gibt, welche Plattformen zur Verfügung stehen, welche Aufgaben heute wie gelöst werden und wie man sich für die Zukunft rüsten kann – darüber informiert diese neue Konferenz. Begleitend zum Konferenzprogramm gibt es eine Fachausstellung im Table Top Format, bei der sich die Konferenzteilnehmer gleich hands on bei den Anbietern der neuen Technologien informieren können. Damit wird sich die Embedded Vision Europe als jährlich stattfindende Konferenz dauerhaft im Veranstaltungskalender unserer Branche etablieren.

Jansen: Das VISION Team der Messe Stuttgart und die EMVA als Interessenvertreterin der europäischen Bildverarbeitungsindustrie arbeiten schon seit vielen Jahren in verschiedenen Bereichen erfolgreich zusammen. Das Thema Embedded Vision haben wir uns beide auf die Fahnen geschrieben. Die Kompetenz und langjährige Erfahrung europäischer Unternehmen mit der industriellen Applikation von Vision Technologien ist eine exzellente Basis für erfolgreiche Produktentwicklung unter Nutzung neuer Hardware- und Software-Plattformen. Dies möchten wir mit der EVE befördern. Die EMVA ist dabei Veranstalterin und verantwortlich für Konzeption, Inhalt und Organisation der Konferenz, die Messe Stuttgart stellt den Veranstaltungsort mit aller Infrastruktur und trägt mit ihrer Kompetenz aus vielen Jahren Weltleitmesse Bildverarbeitung zur erfolgreichen Bewerbung der Veranstaltung bei.

Interview mit Gabriele Jansen,
Mitglied im ehrenamtlichen Vorstand der EMVA
European Machine Vision Association

& Geschäftsführerin von Vision Ventures
www.embedded-vision-emva.org

Kontron hat bei der Hauptversammlung in Bobingen mit rund 86% des vertretenen Kapitals eine breite Mehrheit für die Zustimmung zum Verschmelzungsvertrag mit der S&T Deutschland Holding AG erhalten. Hannes Niederhauser, Vorstandsvorsitzender der Kontron AG resümiert: „Ich freue mich sehr, dass wir eine deutliche Mehrheit unserer Anteilseigner für unser Verschmelzungsvorhaben gewinnen konnten.

Mikrocontroller erhöhen die Leistungsfähigkeit und senken den Stromverbrauch

Microchip kündigt eine neue Serie von 32-Bit-Mikrcontrollern (MCUs) auf Basis der Xtreme Low Power (XLP) Technologie an. Die PIC32MX1/2 XLP Serie bietet PIC32MX-Kunden einen einfachen Übergang auf mehr Leistungsfähigkeit bei geringerem Stromverbrauch. Damit erhöht sich sowohl die Funktionsvielfalt als auch die Akkulaufzeit tragbarer Geräte.

Robuster Box-PC mit Intel Apollo Lake I für mobile Kommunikation

Der BL51E ist ein lüfterloser und wartungsfreier Box-PC für IoT und speicherintensive Anwendungen in Zügen, Bussen oder Nutzfahrzeugen. Eine Vielzahl von Kommunikations-Schnittstellen machen den Box-PC variabel nutzbar.

Deep Learning-Schulung für Bildverarbeitungsentwickler

Die Embedded Vision Alliance veranstaltet am 7. September 2017 in Hamburg ein ganztägiges Training zum Thema Deep Learning für rechnergestütztes Sehen, das auf TensorFlow von Google basiert. Tiefe neuronale Netze liefern in vielen Bereichen der visuellen Erkennung exzellente Ergebnisse, z.B. bei der Erkennung von Gesichtern und Objekten oder auch beim Thema optischer Fluss. Selbst sehr anspruchsvolle Aufgabenstellungen, wie das Lesen von Lippen, führen beim Einsatz solcher Algorithmen zu vielversprechenden Ergebnissen. Aus diesen Gründen sollten Entwickler, die sich mit der Lösung schwieriger Bilderkennungsaufgaben befassen, Techniken aus dem Bereich der tiefen neuronalen Netze als mögliche Basis für ihre Arbeit unbedingt in Betracht ziehen.